ALLGEMEIN

Lars Eidinger ist Krawattenmann 2018

Das Deutsche Mode-Institut hat den Schauspieler Lars Eidinger im Dezember mit dem Titel „Krawattenmann des Jahres 2018“ ausgezeichnet.

Lars Eidinger bei der Premiere von ‘Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm’ Zoo Palast Filmtheather. Credit: WENN.com

„Lars Eidinger begegnet uns radikal unverfälscht, obwohl es seine Profession ist, seine Rollen zu wechseln. Mit maximaler Transparenz zelebriert er sich selbst in seinen privaten wie in seinen professionell dargestellten Persönlichkeiten. Damit fördert er auch eine heute wünschenswerte Akzeptanz der Vielfältigkeit des Andersartigen bei Menschen, ohne sich dabei selbst untreu zu werden“, begründete Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode-Instituts, die Wahl des Preisträgers. „Das Tragen einer Krawatte, einer Perlenkette oder lackierter Fingernägel, sein individuelles Styling im Patchwork des Unvermuteten, zeigt einen eigenen, authentischen Stil. Mit enormer Wandlungsfähigkeit und frei von spießigen Genderdebatten entspricht er einem modernen männlichen Typus im 21. Jahrhundert.“

Über die Auszeichnung freute sich Lars Eidinger sehr und bedankte sich herzlich.

Lars Eidinger steht nicht nur mit seinen beruflichen Erfolgen im Fokus des öffentlichen Interesses, sondern setzt auch zeitgeistige Trends. Als Künstler und Schauspieler, und auch modisch gesehen, füllt er seine wechselnden Rollen mit Persönlichkeit und Ausdrucksstärke – mit Perfektion sowie auch einer stilistischen Exzentrik – in herausragender Weise.
Mit der Auszeichnung möchte das Deutsche Mode-Institut seine persönliche Erscheinung, sein authentisches Auftreten und damit natürlich auch seinen individuellen Kleidungsstil würdigen, bei dem die Krawatte als Detail stilistische Akzente in einem stilsicheren Erscheinungsbild setzt.

1976 in Berlin geboren, hatte Lars Eidinger schon als Kind den Wunsch, Schauspieler zu werden. Bereits während seiner Ausbildung spielte er die ersten Gast-Rollen am Theater. Immer der Erste, der Beste sein zu wollen, treibt Lars Eidinger zu großartigen Darstellungs-Leistungen – in Shakespeare-Inszenierungen auf der Theaterbühne ebenso wie in seinen zahlreichen unterschiedlichen Film- und Fernsehrollen, die er ausdrucksstark auf authentische Weise verkörpert.

Gerade erst brillierte er in „Werk ohne Autor“ von Florian Henckel von Donnersmarck sowie auch in dem Fernseh-Mehrteiler „Babylon Berlin“. Mit der Hauptrolle im Mofa-Roadmovie „25km/h“ an der Seite von Bjarne Mädel feiert er derzeit seinen bisher größten Publikumserfolg im deutschen Kino.
Für seine darstellerischen Leistungen wurde Lars Eidinger mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis, dem Grimmepreis, dem österreichischen Filmpreis u.v.m.

Die Auszeichnung „Krawattenmann des Jahres“ wird seit 1965 verliehen. Bisherige Titelträger sind Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, aus Politik und Wirtschaft, Film, Fernsehen und Musik, Gesellschaft und Sport. Frühere Preisträger waren u.a. Willy Brandt (1967), Roy Black (1972), Günther Jauch (1991), Götz Alsmann (2004), Hape Kerkeling (2011) sowie im vergangenen Jahr der Schauspieler und Musiker Jan Josef Liefers.