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Die andere K-Frage: Kompetenz und Knoten

02 Feb

Zeige mir was du trägst, und ich sage dir, wer du bist. Nun gut, zu heutigen Zeiten ist dies nicht mehr ganz so einfach wie zu Kaiserzeiten, in denen sich der gesellschaftliche Status durch die berufliche Uniform heben ließ. Trotzdem sind Uniformen heute mehr, als Kleiderzwang. Nicht nur helfen sie, sich in der eigenen Rolle besser zurecht finden, erfüllen sie praktische Zwecke im Arbeitsalltag und schützen die Tragenden, sondern sie dienen der Erkennung und Signalisierung der Verantwortung, und spiegeln sogar die Motivation und Identifikation der tragenden Person mit der eigenen Verantwortung.

Eine Zugfahrt durch Deutschland, der Zugbegleiter betritt das entspannt unterbesetze Großraumabteil und meldet sich freundlich an “Zugestiegene Fahrkarten bitte”. An der Stimme höre ich, dass er noch jünger zu sein scheint. Als er dann an meinen Platz kommt, erscheint er mir positiv motiviert und freundlich, jedoch fällt mir sein zu locker gebundener Krawattenknoten und der geöffnete oberste Knopf auf. Schade, denke ich, die Uniformen der Bahn sind doch recht modisch: dezent-elegantes dunkelblauer Dreiteiler und hellblaues Hemd, dazu die rote Krawatte. Mützen bleiben den meisten im Zug erspart (das gehört sich “drinnen” ja auch so). Zurück zum jungen ‘Schaffner’. Erst nachdem mir der ungebundene Knoten auffiel, wandert mein Blick, der nun schärfer prüfender Blick auf sein Namensschild. Es weist ihn als Auszubildenden aus. “Nun gut, das lernt er bestimmt noch, denke ich mir und frage ihn, ob er privat lieber Krawatte trage. Nicht so sehr, antwortet er. Aber die Antwort hatte ich bereits erwartet. 

Wäre sein Knoten also richtig gebunden, hätte ich seine Kompetenz wohlmöglich nicht in Frage gestellt. Meine Fahrkarte habe ich ihm natürlich trotzdem gezeigt.

 

Der Sartorialist Scott Schumann zeigt hier das Beispiel eines Herren, der seine Berufsgarderobe vorbildlich, sogar inspirierend trägt.

 

Florenz Teil II – modische Styles mit Krawatte

30 Jan

Nicht nur klassisch gediegene Outfits wie in Florenz Teil I waren in diesem Jahr auf der Pitti zu sehen, sondern auch überaus extravagante Kombinationen, bei denen die Krawatte nicht fehlen durfte. Unterm Strich war es erfreulich wie viele Vertreter der sogenannten Fashion Szene wieder zur Krawatte greifen und sich gekonnt mit ihr schmücken.

 

 

 

 

 

 

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