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Funky called Medina

Die Überschrift des leicht abgewandelten Songtitels steht für das, was wir auf unserer (Zeit-)Reise nach Marokko erlebt haben und die extrem geprägt war von dem „Eintauchen“ in die Altstädte (Medinas) der marokkanischen Königsstädte. Sobald man durch das Stadttor (etwa das „Blaue Tor“ in Fes) schreitet, fühlt es sich an wie ein Schritt in eine andere Welt. Man verläuft sich hier garantiert oder lässt sich einfach treiben, verloren geht man trotzdem nicht. Dabei trieb uns eine unbändige Neugier immer wieder in die engen Gassen zurück. Was man dort erlebt ist einfach funky!

Überall bieten Händler Ihre Waren feil, überall Farben, Gerüche, Trubel in den engen Gassen. Man fragt sich, wer all diese Massen an Waren kaufen soll. Aber hier gibt es eben keine Supermärkte oder Shoppingmalls.  Alles wird auf der Straße angeboten. Und mit Sicherheit geht man hier mit den Ressourcen pfleglicher um als bei uns im Westen. Auch wenn es erst einmal befremdlich wirkt, wenn der Metzger das Huhn aus dem Käfig holt, ihm mit einem raschen Messerschnitt die Kehle durchtrennt und es in Windeseile für den wartenden Kunden rupft und ausnimmt. Klingt grausam, aber mit Sicherheit ist das nichts gegen das, was bei uns in der Massentierhaltung passiert.

Marokko ist bekannt für eine hervorragende Lederproduktion. Mitten in der größten Medina des Landes werden die Tierhäute in steinigen Bottichen gegerbt wie schon seit Hunderten von Jahren. Ein bestialischer Gestank steht sinnbildhaft für die Schwere der Arbeit der Gerber, die stundenlang in den mit Chemikalien gefüllten Trögen stehen und das Leder bearbeiten. Die daraus entstanden Produkte werden natürlich an jeder Ecke angeboten. Die Qualität ist wirklich exzellent.

Auch unseren Produkten verwandte Erzeugnisse haben wir gefunden. Wie seit Jahrhunderten werden teilweise noch an hölzernen Handwebstühlen Gewebe für Schals, Taschen u.v.m. gewebt. Hierbei wird sogar Agavenseide verwendet, die uns bis dahin als Rohstoff nicht bekannt war.

Vielleicht eine spannende Entdeckung, denn der Händler wollte direkt eine Geschäftsbeziehung mit uns eingehen. Krawatten aus Agavenseide…klingt durchaus interessant!

Klassischen Einzelhandel haben wir auch angetroffen, dann allerdings außerhalb der Medinas wie hier in Tanger. Zumindest wird hier unser Produkt noch gepflegt…;-)

Ebenfalls in Tanger, einer Stadt nicht weit vom Europäischem Festland ganz im Norden des Landes, thront der „Salon Bleu“ über den Dächern der Altstadt. Hier sitzt man wunderbar mit Blick aufs offene Meer und genießt seinen marokkanischen Kaffee oder Minztee.

Aber nicht nur mit seiner atemberaubenden Terasse punktet der Salon Bleu. Diese wunderbare Ansammlung von Seidengarnrollen ziert die Wände im inneren des Cafés.

Nur dreieinhalb Flugstunden entfernt eröffnet sich dem Besucher dieses kulturell so spannende Erlebnis.  Marokko ist tatsächlich vielseitig – zwischen Wüste, Gebirge, Atlantik- und Mittelmeerküste und eben diesen einzigartigen Städten mit Ihren quirligen Medinas taucht man ab in eine andere Welt.

Folgende Städt haben wir besucht: Fes, Meknes, Chefchaouen, Tanger, Asilah

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